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Mähroboter Test 2020: Stiftung Warentest untersucht abermals Rasenroboter

Mähroboter Test 2020Nachdem der letzte Mähroboter Test durch die Stiftung Warentest bereits zwei Jahre zurück liegt, wurden nun abermals gängige Modelle u.a. von Husqvarna, Bosch und Gardena untersucht und getestet. Wir haben uns den Testbericht von 2020 genauer angeschaut, klären alle wichtigen Fragen und stellen Ihnen die Untersuchungen bzw. Testergebnisse von Stiftung Warentest im Einzelnen vor. Vor allem im Bereich der Sicherheit gibt es Beanstandungen durch die gemeinnützige Verbraucherorganisation, denn die Hindernis-Erkennung sei oft noch nicht ausgereift. Insgesamt elf Mähroboter bekannter Marken wurden getestet, keines von diesen Modellen ist allerdings für die Saison 2020 erschienen, sondern aus dem vergangenen Jahr oder älter. Auch hat keines der untersuchten Rasenroboter eine fortschrittliche Kameratechnik zur Erkennung von Hindernissen, wie etwa der Robomow RS635 Pro SV. Dennoch gehören die Modelle zum derzeit gängigen Standard am Markt und die Untersuchung ist durchaus aussagekräftig.

Was wurde im Mähroboter Test 2020 untersucht?

Bosch Indego 400 Connect MähroboterIm Mähroboter Test der Stiftung Warentest aus 2020 wurde vor allem Wert auf die Sicherheit gelegt – zwei Modelle sind durchgefallen und wurden mit “mangelhaft” bewertet, da sie Ihre Messer bei einem Hindernis nicht stoppten und somit eine Gefahr für kleine Kinder sind. Grundsätzlich wird auf diese Gefahr seitens der Hersteller durchaus und ausdrücklich hingewiesen. In allen Produkt-Beschreibungen wird davor gewarnt, Kinder und auch Tiere unbeaufsichtigt in der Nähe eines Rasenroboters zu lassen.

Grundsätzlich wurden folgende Bereiche untersucht:

  • Mähen (Gewichtung 50%)
  • Geräusch (Gewichtung 10%)
  • Hand­habung (Gewichtung 30%)
  • Sicherheit (Gewichtung 10%)
  • Datensendeverhalten (Gewichtung 0%)

Fast alle Modelle im Test zerkratzten laut Stiftung Warentest einen hölzernen Kinderarm, der als Hindernis diente. Die beiden mangelhaften Modelle kamen von YardForce und Hellweg Wingart. Doch es gibt auch Positives: Viele Hersteller haben Ihre Modelle technisch weiterentwickelt und auch in Sachen Sicherheit Fortschritte gemacht. So seien weniger Lücken unter dem Gehäuse zu finden und tiefere Verkleidungen wurden verbaut, die Hindernisse davon abhalten, in die Messer zu gelangen. Die Modelle YardForce und Worx bieten zudem sogar eine scheinbar moderne Erkennung durch Ultra­schall­sensoren – doch bei flachen Gegenstände fielen sie bei diesem Test trotzdem durch.

Neben der Sicherheit wurde auch die Navigation der Modelle untersucht, die bei dem früheren Test und manchen Modelle eher suboptimal abschnitt. Die aktuell untersuchten Modelle hingegen navigierten weitgehend problemlos, so die Stiftung Warentest. Auch mit Unebenheiten im Rasen kamen die Modelle gut klar und es blieben wenig fransig gemähte Stellen zurück. Insgesamt mähten auch die günstigen Modelle den Rasen gut bis befriedend. Der Prüfgarten umfasste 200 Quadrat­meter und war mit Bäumen, einer Terrassen­ecke und einer Engstelle ausgetstattet, sodass realistische Bedingungen herrschten.

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Welche Unterschiede gibt es zwischen den Modellen?

Zumindest beim Begrenzungskabel gibt es nach wie vor keine Unterschiede – es gibt zwar Mähroboter ohne Begrenzungskabel, allerdings arbeiten die meisten Modelle nur mit einem Solchen. Bei komplizierten Gärten kann das Verlegen schon einmal einige Zeit in Anspruch nehmen, ist allerdings eine einmalige Tätigkeit, die bei der Installation einfach erledigt werden muss.

Bei der Programmierung verschiedener Mähzonen, der sog. Mehrflächigkeit von Mährobotern, gibt es natürlich Unterschiede, denn diese Option ist meist den hochpreisigeren Modellen vorenthalten. Für komplizierte Gärten oder Solche mit mehreren Teil-Flächen ist diese Funktion jedoch sehr empfehlenswert. Die Steuerung der Rasenroboter ist durch Apps vielfach deutlich einfacher geworden – eine komplizierte Menüstruktur auf einem kleinem Display zu durchforsten, entfällt also.

“Sie haben einen komplizierten Garten mit vielen Mäh-Inseln, die der Roboter aussparen soll? Dann lieber zu groß als zu klein kaufen. Sonst ist der Mähroboter zu lange unterwegs.” – Stiftung Warentest 03/2020

Welche Rasenroboter wurden getestet?

Robomow RoboVision Kameratechnik

Robomow RoboVision Kameratechnik

Die getesteten Modelle entsprechen dem derzeit gängigen Standard, auch wenn es keine Mähroboter aus 2020 bzw. für die aktuelle Saison sind. Auch wurden keine Modelle untersucht, die spezielle Technik einsetzen und eine deutlich erhöhte Sicherheit aufweisen, wie etwa der Robomow RS635 Pro SV. Ein direkter Vergleich wäre hier interessant gewesen. Insgesamt wurden 11 Modelle untersucht, wovon allerdings einige nicht mehr erhältlich sind oder nur noch in einer geänderten Version – diese haben wir ausgeschlossen. Im Folgenden finden Sie die getesteten Rasenmäher-Roboter.

Folgende Modelle wurden im Rasenroboter Test 2020 untersucht:

Nicht mehr erhältliche bzw. geänderte Produkte ausgenommen!

Welche Modelle schnitten gut ab?

Aldi Mähroboter ähnelt Power-G Easymow 6

Aldi Mähroboter ähnelt Power-G Easymow 6

Bei einer ersten Sicherheits-Prüfung fuhren leider alle, bis auf ein Modell, über den Kinderarm in Form eines Holzstocks hinweg und beschädigten ihn. Einzig der Power-G Easymow 6 HD (ähnlich dem aktuellen Aldi Mähroboter) verhinderte zunächst das Schlimmste, indem er, durch eine Reihe schwarzer Plastikzähne vor den rotierenden Klingen, einen zusätzlichen Schutz bietet – das klappte auch weitgehend, bis auf eine kleine Stelle neben den Rädern, die dennoch ungeschützt ist.

Bei einem zweiten Test, bei dem versucht wurde unter den Mähroboter zu greifen, schnitten ebenfalls alle bis auf ein Modelle schlecht ab: Einzig beim Modell von YardForce gelang es nicht. Dieser Test zeigt umso mehr, dass sich bei den aktuellen Modellen keine spielenden Kinder oder Tiere auf der Rasenfläche befinden dürfen, sobald der Mähroboter aktiv ist.

Rasenroboter Test im März 2020: Empfehlung von Stiftung Warentest

Empfohlen werden von Stiftung Warentest die drei Modelle Bosch Indego S+ 400 (befriedigend 2,9), Husqvarna Automower 105 (befriedigend 2,9) und Stihl RMI 422 (befriedigend 3,2), die auch die ersten drei Plätze im Mähroboter Test 2020 belegen. Alle drei weisen, wie bereits erwähnt, vor allem im Bereich Sicherheit Mängel auf und wurden hier jeweils mit “ausreichend” (3,6) bewertet. Beim Bosch Mähroboter wurde außerdem das Daten­sende­ver­halten als “kritisch” bewertet, was hoffentlich durch ein Update zukünftig behoben wird, sollten hier tatsächlich Mängel zu finden sein.

Das kleinste Modell von Stihl war ebenfalls im Test – Stiftung Warentest urteilte hier: “Teuerster, aber Flottester” und weiter “auch für ver­winkelte und größere Rasen­flächen geeignet“. Für den Testgarten mit 200 m² brauchte der Stihl Mähroboter lediglich eine Stunde, wohingegen der Bestseller von Gardena bis zu 6 Stunden brauchte. Hier war Stiftung Warentest mit dem Mähergebnis nur bedingt zufrieden und urteilte zum Gardena Sileno City 500: “Es dauert lange, bis er den Rasen gekürzt hat.” und “Mäht nur befriedigend” – auch der Worx Landroid M500 WR141E schnitt beim Mähen nur befriedigend ab und befindet sich zusammen mit dem Modell von Gardena mit dem Qualitätsurteil “ausreichend (3,6)” nur im unteren Mittelfeld. Grundsätzlich gilt: Ein Mähroboter, der auch für größere Flächen ausgelegt ist, arbeitet schneller und effizienter, als Modelle mit einer niedrigeren Flächenleistung.

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Tabelle: Testergebnis im Rasenroboter Test 03/2020

Die folgende Tabelle zeigt das Testergebnis der Stiftung Warentest Untersuchung im März 2020 – die ersten drei Modelle werden offiziell für Rasenflächen bis 400 m² empfohlen.

ModellBewertungPreis abFlächeTest-Urteil
Bosch Indego S+ 400befriedigend (2,9)744 €*400 m²"Die optimale Wahl für kleine Gärten."
Husqvarna Automower 105befriedigend (2,9)925 €*600 m²"Mäht gut & sehr gut zu hand­haben."
Stihl RMI 422befriedigend (3,2)899 €*800 m²"Teuerster, aber Flottester."
McCulloch ROB S600befriedigend (3,5)749 €*600 m²"Mäht sein Ding. Aber recht teuer."
Gardena Sileno City 500ausreichend (3,6)749 €*700 m²"Mäht nur befriedigend."
Landxcape LX790ausreichend (3,6)350 €*600 m²"Mäht Stan­dard‧rasen nicht optimal."
Worx Landroid M WR141Eausreichend (3,6)619 €*500 m²"Beim Mähen im Test weit hinten."
YardForce X50imangelhaft (5,0)650 €500 m²"Fährt über krabbelnden Kinder­fuß"

Fazit: Wie ist dieser Test einzuordnen?

Der aktuelle Mähroboter Test von Stiftung Warentest kann durchaus als repräsentativ betrachtet werden, auch wenn einige neuere Modelle oder Solche mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit leider in der Betrachtung fehlten. Dennoch, eines ist klar: Auch wenn die Stiftung Warentest Verbesserungen sieht, Mähroboter dürfen in 2020 nicht verwendet werden, wenn kleine Kinder oder Haustieren im Garten sind. An diese Regel muss man sich als verantwortungsvoller Besitzer ohne Ausnahme halten.

Auch wenn Viele bereits von der Zukunft träumen, so ist die aktuelle Technik nicht dafür ausgelegt, dieses Risiko einzugehen – schließlich sind selbstfahrende Autos ebenfalls in 2020 noch eher die Ausnahme. Und auch wenn Solche bereits auf den Straßen unterwegs sind, wird dringend davon abgeraten, die Grenzen der Technik auszureizen und eine Überwachung durch den Menschen ist immer zwingend erforderlich – nicht anders verhält es sich im eigenen Garten und mit der aktuellen Technik im Bereich Mähroboter.

Sicherlich wird es hier in den kommenden Jahren große Fortschritte geben, da neben der technischen Basis immer auch Erfahrungswerte gesammelt werden. Denkbar wäre neben den bereits angewandten Ultraschallsensoren in verbesserter Ausführung, auch die bereits angesprochene Kameratechnik, die etwa in Form von einfachen Wärmebild-Kameras schlimmeres verhindern kann. Doch bereits zuvor könnten diverse Sensoren, die etwa kleinste Erschütterungen erkennen, schon dafür sorgen, dass sich der Mähroboter für eine gewisse Dauer automatisch von der Rasenfläche zurückzieht, sobald etwa Tiere oder Menschen die Rasenfläche betreten. Viele Ansätze sind hier denkbar, die von den Hersteller zunächst getestet werden müssen. Wir sind gespannt und halten Sie auf dem Laufenden!

Video: Mähroboter im Test 2020


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