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Mähroboter – welche Faktoren sind kaufentscheidend?

Mähroboter sind zweifelsohne eine echte Hilfe für jeden Gärtner mit einer mittelgroßen bis großen Rasenfläche. Entsprechend preisintensiv gestaltet sich die Anschaffung. Umso mehr solltest du genau wissen, was dein Mähroboter bieten sollte, damit du mit ihm vollends zufrieden sein wirst – und das über viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte.

Grundlegendes

Im Folgenden erfährst, du welche Personengruppen sich einen Rasenroboter leisten und auf welche Faktoren sie besonderen Wert legen.

Neben dem offensichtlichen Grund für eine Anschaffung, nämlich ein großer Rasen, gibt es auch andere Aspekte, die bei einem Rasenroboter wichtig sein könnten. Hast du zum Beispiel eine Grasallergie und dir werden das Rasenmähen oder manuelle Schneiden mit der Grasschere oder einen Rasentrimmer dadurch schnell zu einer Belastung, lohnt sich ein Rasenroboter auch bei einer kleineren Rasenfläche.

Der Rasenroboter hält die Graslänge auf eine angenehme konstante Schnitthöhe, sodass sich weniger Pollen im Umfeld befinden. Außerdem bist du am Rasenschneiden gar nicht mehr beteiligt. Umherwirbelnden Gräsern, die du bei der manuellen Bedienung durch einen Rasenmäher oder einen Rasentrimmer in Kauf nehmen musstest, wirst du nicht mehr ausgesetzt sein.

Auch ältere und körperlich eingeschränkte Menschen können sich die Rasenpflege mit einem Rasenroboter erheblich erleichtern. Das Schieben und Führen des Rasenmähers kann schnell auf den Rücken und in die Gelenke gehen. Der Rasenroboter muss nicht geschoben oder gezogen werden. Er arbeitet selbstständig. Der Kraftaufwand und die unnötigen, zum Teil ungesunden, Bewegungen (Bücken etc.) bleiben dir mit dem Roboter erspart.

Bist du kerngesund und leidest nicht unter Pollenflug, dann solltest du über einen Rasenroboter ab einer Rasenfläche von ca. 100 bis 200 qm nachdenken. Hier beginnen die Mähroboter für kleine Rasenflächen. Die Rasenfläche ist dabei im Ganzen zu betrachten. Hast du eine besonders komplexe Rasenfläche zu schneiden, die zum Beispiel viele Engpässe oder Hindernisse aufweist, solltest du diese Faktoren bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen. Denn je komplexer die Fläche ist, desto mehr muss der Robi wenden, drehen oder rückwärtsfahren. Er wird also mehr Fläche verfahren als bei einer leicht zugänglichen Fläche.

Faktoren

So viel zu den Grundgedanken, die du dir vor der Anschaffung machen solltest – jetzt verraten wir dir, auf welche Faktoren du im Speziellen Wert legen solltest.

Navigation

Quelle: Gardena

Ein Mähroboter arbeitet nach Zufallsprinzip – man nennt das auch Chaos-Prinzip. Er beginnt an einer ausgewählten Stelle und fährt solange seine Bahn, bis er an ein Hindernis stößt. Dann wird er wenden, seine Bahn verlassen und eine neue einschlagen. Auch hier wird er erst durch ein weiteres Hindernis auf seinem Weg diese Bahn wieder verlassen. Im günstigsten Fall ist das Hindernis das Begrenzungskabel, denn dann ist der Bahnwechsel geplant. Im ungünstigsten Fall begegnet er auf seiner Bahn einem Hindernis, was dort nicht hingehört und wird gezwungen seine Bahn zu verlassen. Hast du eine besonders komplexe Rasenfläche, lohnt sich gegebenenfalls die Anschaffung eines Mähroboters mit Navigationshilfe, wie sie zum Beispiel von Husqvarna angeboten werden. Der Automower 330 X zum Beispiel fährt mit GPS und lässt sich durch eine Karte (Map) leiten. Die zeigt ihm an, wo bereits gemäht wurde und welche Stellen er nicht noch einmal befahren muss. Das GPS-Modul kann auch nachträglich eingebaut werden, zum Beispiel beim Automower 220 und Automower 230.

Steigung

Liegt deine Rasenfläche auf einem Hügel, solltest du unbedingt die Steigung berücksichtigen, die dein Rasenroboter haben müsste. Es gibt Mähroboter, die Steigungen von 25 Prozent bis 40 Prozent meistern. Ansonsten bleibt der Robi auf halber Strecke liegen. Da beim Befahren einer Steigung viel Kraft und Energie verbraucht wird, sollte der Mähroboter eine starke Motorleistung aufbringen und eine hohe Energiekapazität haben.

Geräuschemission

Mähroboter fahren faktisch jeden Tag und zwar über mehrere Stunden. Es ist daher durchaus ratsam, dass du auch den Lärmpegel betrachtest, wenn du deine eigenen Ohren und Nachbars Nerven schonen möchtest. Hier gibt es schon Exemplare von unter 60 Dezibel, wie zum Beispiel bei McCulloch oder Gardena.

Am lautesten sind Rasenroboter beim Rasenschneiden. Das einfache Herumfahren macht die wenigsten Geräusche. Wenn du die Geräte vorab auf Lärmpegel testen möchtest, suche dir eine Stelle, auf der auch tatsächlich Gras wächst und keine Ebene, auf der der Rasenroboter nichts zu tun hat.

Schnitthöhe und Schnittbreite

Natürlich sind diese Faktoren wichtig für eine gute Rasenpflege. Allerdings ähneln sich die Mähroboter in dieser Hinsicht schon sehr, sodass wir hier kaum Empfehlungen aussprechen können. Im Allgemeinen findest du bei den gängigen Geräten Schnitthöhen zwischen 2 und 6 cm. Die Schnittbreite liegt bei 20 bis 30 cm. Zur Erinnerung: Bei einem einfachen Rasen ist der bewährte Standard für die Schnitthöhe etwa 4 cm.

Mit oder ohne Begrenzungskabel

Derzeit sind noch nicht viele Modelle ohne Begrenzungsdraht auf dem Markt, aber sie werden immer mehr. Es ist schon verlockend, sich das Verlegen des Begrenzungsdrahtes zu ersparen. Doch solltest du dir genau überlegen, ob deine Rasenfläche dafür geeignet ist. Diese Roboter orientieren sich an einem Graserkennungssensor. Wo der Sensor Gras erkennt, diese Stellen werden befahren. Erkennt der Sensor kein Gras mehr, wird gewendet und passendere Stellen angesteuert. Missverständnisse, die sich daraus ergeben können und Praktische Tipps, wie du deinem Rasenroboter ohne Begrenzungsdraht das Erkennen seines Arbeitsumfeldes erleichterst, kannst du in einem Beitrag bei edingershops Magazin nachlesen. Ohne Induktionsschleife finden die Roboter übrigens nicht zu ihrer Ladestation zurück. Daher musst du deinen Mähroboter an die Steckdose setzen, wenn ihm die Energie ausgegangen ist. Wir empfehlen aus heutigem Stand der Technik Mähroboter mit Begrenzungskabel. Unsere Gedanken zum Thema findest du hier.

Sensoren

Apropos Sensoren – diese stecken natürlich in jedem Mähroboter. Alle guten Mähroboter sind mindestens mit Stoßsensoren (Hindernisse werden erkannt und umfahren), Sicherheitssensoren (sobald das Gerät angehoben wird oder sich ungewöhnlich neigen muss, stoppen die Messer) und Diebstahlschutz (Alarm ertönt, sobald das Gerät vom Boden aufgehoben wird) ausgestattet. Darüber hinaus haben manche Mähroboter auch Regensensoren, die den Roboter daran hindern, bei Regen und hoher Feuchtigkeit hinauszufahren.

Akku und Laufzeiten

Alle Rasenroboter fahren mit Akku. Ist es Zeit, sich aufzuladen, finden die meisten Rasenroboter mit Induktionskabel wieder zu ihrer Ladestation zurück, wo sie sich neue Energie holen. Mähroboter ohne Induktionskabel müssen – wie oben bereits erwähnt – von Hand an die Steckdose gebracht werden.

Besonders bei letzteren könnte die Akku-Laufzeit von Interesse werden. Denn schließlich möchtest du nicht ständig deinen Robi wieder zur Steckdose transportieren. Besonders für diese Roboter würde sich daher zusätzlich die Kraft der Sonne eignen. Schon heute gibt es Hybride mit Akku und Solarpanel, wie zum Beispiel den Automower Husqvarna Solar Hybrid, der gehört allerdings zur Sorte mit Begrenzungsdraht.

Zur Kaufempfehlung: Ein Rasenroboter mit Begrenzungsdraht sollte eine Spannung von mindestens 18 Volt aufweisen. Das haben die meisten der Marken-Geräte von McCulloch über Husqvarna bis Gardena.

Bei den Mährobotern ohne Begrenzungsdraht finden sich Modelle mit Akkus von etwa 29 Volt. Laufzeiten betragen zwischen 120 min und 230 min.

Prinzipiell ist es ratsam, bei der Akku-Frage die angegebene max. Rasenfläche zu vergleichen. Denn wie viel Rasen in einem Durchgang gemäht wird, hängt natürlich davon ab, wie viel Akku-Kapazität und Leistung der Roboter besitzt.

Fazit

Frage dich vor dem Kauf, wofür du den Rasenroboter benötigst (Rasenfläche über 100 qm, wenig Körperkraft, Pollenallergie) und welchen Charakter deine Rasenfläche aufweist (Komplexität, Steigung). Gleiche anschließend deine Wunschvorstellungen mit den realen Angeboten ab (Schnitthöhe/-breite, Lautstärke, mit oder ohne Induktionsschleife, Laufzeit), dann findest du deinen Mähroboter, der dir über viele Jahre treue Dienste leisten wird.


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